Die Entstehung der Solawi war auch bei uns ein Prozess über längere Zeit. Von der Initiative zur Gründung im Frühjahr 2020 über die ersten Schritte der Zusammenarbeit bis zur Festlegung der geeigneten Rechtsform. Auch das Herzstück unserer am 07.02.2021 gegründeten Genossenschaft findest du hier.
Wenn du noch mehr Fragen zu unserem Konzept hast, melde dich gerne.

Genossenschaft

Nach Abwägen aller Optionen haben wir uns im Gründungsteam entschlossen, dass die Solawi Heckengäu eine Genossenschaft werden soll. Diese Rechtsform ist unserer Meinung nach am geeignetsten, demokratische Entscheidungsstrukturen, einen Betrieb im Mitgliederbesitz und das solidarisch geteilte Anbaurisiko zu repräsentieren. Außerdem führt die obligatorische, rigide Prüfung durch die genossenschaftlichen Prüfverbände dazu, dass die Genossenschaft die sicherste aller Rechtsformen in Deutschland ist. Insolvenzen sind sehr selten.

Das zentrale “Regelwerk” einer Genossenschaft bildet – ähnlich wie in einem Verein – die Satzung.
Wir möchten mitgliedergetragen und partizipativ sein. Deshalb hatten wir alle Interessierten eingeladen, sich an der Erstellung der Satzung zu beteiligen.
Am 07.02.2021 wurde die Satzung in der Gründungsversammlung von den Gründungsmitgliedern unterschrieben und damit die Genossenschaft offiziell gegründet.
Hier kannst du die komplette Satzung nachlesen: 

Nach Prüfung durch den Prüfverband Deutscher Konsumgenossenschaften sowie durch das Registergericht Stuttgart sind wir seit dem 01.07.2021 eine offiziell im Genossenschaftsregister eingetragene Genossenschaft!

Die Hintergründe

„Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt zu sehen wünschen“

Die Initiative für unsere Solawi kam von Anna und Heiner. Auf ihrer vierjährigen Weltreise entstand durch die vielen Eindrücke in anderen Kulturen und Erfahrungen in verschiedenen Dorfgemeinschaften immer mehr der Wunsch, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten etwas in unserer Gesellschaft zu verändern. Insbesondere im letzten Jahr der Reise, als die beiden in Afrika waren, lernten sie die Verbindung zur Natur noch besser kennen und konnten miterleben, wie die Menschen dort in den Dörfern zusammenleben.

So suchten die beiden nach ihrer Rückkehr nach Perouse Mitstreiter*innen, die mit ihnen gemeinsam das Projekt Solawi in Angriff nehmen wollten.

Im August 2020 trafen sich einige Interessierte das erste Mal unter dem Arbeitsnamen “Solawi Perouse” in Annas und Heiners Scheune. Schnell stellten sie fest, dass sie trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten, Interessen und Fähigkeiten, doch sehr ähnliche Zielbilder für eine Solawi vor Augen hatten und entwickelten so das Grundkonzept für unsere Solawi.

Zusammenarbeit

Im Kernkreis und in verschiedenen Arbeitskreisen kann sich nun jede*r gemäß den eigenen Fähigkeiten und Interessen einbringen und so zum Gelingen unseres Projektes beitragen. Hierzu gehört beispielsweise die regelmäßige Kommunikation nach außen, die Organisation von Veranstaltungen oder die Finanz- und Mitgliederverwaltung. Für jede*n ist etwas dabei.
Melde dich bei uns, wenn du gerne mal bei einem Kreistreffen dabei sein möchtest!

Wir haben uns gemeinschaftlich entschieden, dass unsere Zusammenarbeit in der Solawi nach soziokratischen Methoden erfolgt. Inbesondere wollen wir allen die Möglichkeit geben, seine/ihre Meinung zu äußern, und Entscheidungen schließlich stets im Konsent treffen.

“Soziokratie ist eine Organisationsform, mit der Organisationen verschiedener Größe – von der Familie, über Unternehmen und NGOs bis zum Staat – konsequent Selbstorganisation umsetzen können. In ihrer modernen Fassung basiert sie auf Erkenntnissen der Systemtheorie. Durch ihre Prinzipien wird sichergestellt, dass ein Ignorieren von Spannungen strukturell vermieden wird und im Sinne von gemeinsamen Zielen nachgesteuert wird. Die Mitglieder einer Organisation entwickeln Mitverantwortung kollektiver Intelligenz sowohl für den Erfolg der Organisation als Ganzes als auch für jeden Einzelnen.”
Quelle: wikipedia

Noch mehr Infos gibt es hier: