Im Rahmen unserer ersten Gründungsteamtreffen haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie unsere Solawi aussehen und was die Solawi Heckengäu ausmachen soll. Dabei haben wir uns insgesamt 25 Zielbilder erarbeitet, die entweder sofort umgesetzt oder langfristig angestrebt werden sollen.
  • In unserer Solawi wird ab 2021 eine Vielfalt an biologisch erzeugtem Gemüse (und ggf. später auch Obst) in Partnerschaft zwischen Verbraucher*innen und Erzeuger*innen produziert und direktvermarktet. Dabei setzen wir auch alte Sorten ein.
  • Wir leisten unseren Beitrag zur Erhaltung bzw. Regeneration fruchtbarer Böden, indem wir Humus aufbauen und Bodenverdichtung vermeiden.
    Wir streben einen möglichst geringen und bewussten Einsatz von Maschinen an.
  • Wir streben geschlossene Stoffkreisläufe an.
  • Um Artenvielfalt und ein stabiles Ökosystem zu fördern und Umweltbelastung zu minimieren, greifen wir auch auf, für den ökologischen Landbau zugelassene, Pflanzenschutzmittel nur im äußersten Notfall zurück.
  • Langfristig betrachtet besitzt unsere Solawi eine positive CO2-Bilanz.
  • Bei der Gestaltung und dem Betrieb der Solawi berücksichtigen wir Permakultur-Prinzipien, wie z.B. die Vermeidung von Abfällen und Verschwendung.
  • Unsere Anbaufläche fügt sich ästhetisch in die umgebende (Kultur-)Landschaft ein.
  • Wir sind demokratisch organisiert, berücksichtigen alle Bedürfnisse unserer Mitglieder und Erzeuger*innen und entscheiden gemeinsam.
  • Durch vollkommene Transparenz nach innen und außen befähigen wir unsere Mitglieder zur aktiven Mitgestaltung und schaffen Vertrauen, auch bei externen Stakeholdern.
  • Mit externen Landwirt*innen und Gemüsegärtner*innen suchen wir die Kooperation, statt in Konkurrenz zu treten.
  • Unser Hof steht den Verbraucher*innen und Interessierten offen; sie können z.B. bei Aktionstagen eine persönliche Beziehung zu den Pflanzen und eine energetische Verbindung mit der Erde aufbauen.
  • Jeder Mensch ist willkommen, Mitglied unserer Solawi zu werden und sich bei uns zu engagieren, solange er die hier beschriebenen Werte vertritt.
  • Unsere Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit haben eine einladende Haltung, dadurch schaffen wir Integration ins und Akzeptanz im Dorf und in der Umgebung und werben, auch bei ökologisch weniger Interessierten, aktiv um neue Verbraucher*innen, für Direkterzeugnisse und eine enkeltaugliche Zukunft.
  • Unser Betrieb ist ein positives Beispiel und Anschauungsobjekt hinsichtlich ökologischer und sozialer Verantwortung; Menschen aller Bevölkerungsgruppen, insbesondere auch Kinder und ältere Menschen beziehen wir z.B. im Rahmen einer Erlebnisgärtnerei mit ein.
  • Wir engagieren und vernetzen uns im Netzwerk solidarische Landwirtschaft.
  • Der/die Erzeuger*in erhält für seine/ihre Arbeit in unserer Solawi einen fairen Lohn.
  • Gewinne und Überschüsse werden nicht privatisiert, sondern in den Betrieb reinvestiert oder gemeinnützig gespendet.
  • Unter den Verbraucher*innen wird Solidarität durch die solidarische Beitragserhebung der Ernteanteile z.B. in Bieterunden erzeugt.